Der Juni gilt als Herz-Jesu-Monat. In vielen Kirchen wird darum im Juni eine Herz-Jesu-Statue zur Verehrung aufgestellt, auch bei uns in der Pfarrkirche. Bis vor wenigen Jahrzehnten gehörte eine solche Statue oder ein Herz-Jesu-Bild sowieso zum Standardinventar katholischer Häuser und Wohnungen.

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Das Herz Jesu will uns anregen, alles, was wir tun und haben, zu unserer Herzensangelegenheit zu machen. Auch für Gott ist alles eine Herzensangelegenheit: seine ganze Schöpfung und jeder einzelne Mensch! Darum sandte Gott Jesus in die Welt, damit wir Menschen hautnah spüren und erkennen können, dass Gott ein Herz für die Menschen und für seine Schöpfung hat. Er ist kein erbarmungsloser Gott, sondern ein barmherziger Gott.

Der grösste Erweis der Barmherzigkeit Gottes ist Golgota. Jesus starb am Kreuz und liess sein Herz für alle Menschen durchbohren. Und aus diesem Herzen strömten Blut und Wasser heraus, die Geburtsstunde der Sakramente, besonders der Taufe und der Eucharistie. Die Sakramente verströmen von da an die Barmherzigkeit Gottes über alle Welt und in allen Zeiten.

Die Herz-Jesu-Frömmigkeit ist schon im Mittelalter entstanden. Sie erhielt aber mächtigen Auftrieb durch die Visionen der heiligen Schwester Margareta Maria Alacoque, die im 17. Jahrhundert lebte. Als junges Mädchen lag Margareta Maria Alacoque vier Jahre lang gelähmt im Bett. Da versprach sie der Gottesmutter, sie würde eines Tages Ordensschwester werden, wenn sie wieder gesund würde. «Kaum hatte ich dieses Gelübde getan», sagte Margareta später, «schon war ich geheilt.» Doch «als ich meine Gesundheit wiedererlangt hatte», schrieb Margareta Maria, «dachte ich nur noch daran, mich am Genuss meiner Freiheit zu erfreuen, ohne mich um die Erfüllung meines Versprechens zu kümmern».

Nach einem sechs Jahre währenden Kampf entschied sie sich endgültig, Ordensfrau zu werden. Mit 24 Jahren begab sie sich ins Kloster in Paray-le-Monial im Burgund. Am 13. Juni 1675 erschien ihr Jesus Christus selbst und zeigte ihr sein göttliches Herz und sagte: „Siehe dieses Herz, das die Menschen so geliebt hat, dass es bis hin zur Erschöpfung und Verzehrung an nichts sparte, um ihnen seine Liebe zu bezeugen.» In vielen Kirchen auf der ganzen Welt ist diese Szene gross dargestellt, etwa in der Pfarrkirche Siebnen.

Papst Johannes Paul II. sagte einmal, dass diese Vision Jesu vor der hl. Schwester Alacoque und die darauffolgende Verehrung des Herzens Jesu dazu beigetragen habe, Generationen von Christen anzuregen, mehr zu beten und häufiger die Sakramente zu empfangen.

 

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Einzelne Feiern werden live aus der Klosterkirche Einsiedeln übertragen.