Seit über 300 Jahren findet in Lachen das Kapellfest statt. Dieses Jahr fallen die Feierlichkeiten dazu infolge des Coronavirus aus. Trotzdem wollen wir der ‚Schmerzhaften Muttergottes im Ried‘ gedenken und sie um Fürsprache in dieser ungewissen Zeit bitten. Machen wir uns auf zu einer Reise zurück in biblische Zeit und lesen, was uns die heilige Schrift über Maria zu erzählen hat…

LK 1, 26- 38

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes

«Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüsst du Begnadete, der Herr ist mir dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruss zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihre: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast.»

Das ist die Frohbotschaft unseres Herrn Jesus Christus

‘Ja’ zu Gott

Maria war eine junge Frau, die in Nazaret gelebt hat und mit einem Mann namens Josef verlobt war. Gott hat sie auserwählt, die Mutter seines Sohnes zu werden.

Zu dieser jungen Frau kam nun der Engel Gabriel und überbrachte ihr die Botschaft, sie werde Mutter des Gottessohnes werden. Maria hat so reagiert, wie wahrscheinlich wir alle reagiert hätte: Sie ist zuerst einmal erschrocken. Doch nachdem sie sich von ihrem ersten Schreck erholt und wieder gefasst hatte, stellte sie dem Engel eine Rückfrage.

Die Tatsache, dass sie sich traute, eine Frage zu stellen, zeigt uns, dass Maria nicht einfach alles mit sich machen liess. Sie hatte den Mut, einem Engel eine kritische Frage zu stellen. Sie wollte also von Gott eine Begründung, eine Erklärung. Erst nachdem der Engel ihr daraufhin eine Antwort gegeben hatte, war sie bereit, ‘Ja’ zu sagen. Und dieses ‘Ja’ sagte sie nicht unterwürfig, auch nicht mit Bedauern oder überschwänglicher Freude. Ihre Antwort ist eine bewusste Zuwendung zu Gott. Eine bewusste Lebensübergabe und ein Glaubens¬zeugnis: ‚Gott hat mich auserwählt, das ist eine Ehre, gleichzeitig aber auch eine unglaubliche Herausforderung. Dieser Herausforderung werde ich mich stellen und alle Konsequenzen tragen, und dabei vertraue ich ganz auf Gott’.

Pastoralassistentin Erika Rauchenstein

Vertrauen auch wir auf Gott und loben ihn, wie es Maria getan hat:

Magnificat

Meine Seele preist die Grösse des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Grosses an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen das er unseren Vätern verheissen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Fürbitten

Wie Maria sagen auch wir unser ‘Ja’ zu Gott und bitten ihn auf ihre Fürsprache um Hilfe und Beistand in dieser schweren Zeit:

  • Für alle Menschen die einen besonderen Dienst leisten, gib ihnen Kraft für ihre Aufgabe.
  • Für alle Menschen die auf Hilfe angewiesen sind, lass sie Hilfe erfahren und annehmen.
  • Für alle kranken, alten und einsamen Menschen, insbesondere für diejenigen, die am Coronavirus erkrankt sind, lass sie Halt im Glauben erfahren und heile sie an Körper und Geist.
  • Für alle Kinder und ihre Eltern, lass sie füreinander da sein und hilf, dass Familien näher zusammenwachsen.
  • Für alle Verantwortlichen in Politik, Religion, im Gesundheitswesen, in Erziehung und Wirtschaft, erleuchte und führe sie mit deinem Heiligen Geist.
  • Für alle unsere Sterbenden und unsere Verstorbenen, nimm sie auf in dein Reich der Liebe und des Lichts.

Gott, wir wollen glauben und vertrauen wie es Maria getan hat, hilf uns dabei. Amen.

 

Segensbitte

Auf die Fürsprache der Heiligen Maria heile und segne uns unser dreieiniger Gott. Er erhalte uns gesund an Leib und Seele, er beschütze unsere Familien und Freunde, unser Land und die ganze Welt: Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.


Fünfter-Fastensonntag-2020.pdf

 

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Der Schalter des Pfarreisekretariats ist bis am 19. April 2020 geschlossen.

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