13-nachtwallfahrt 180x120Es ist eine alte Tradition, dass an Christi Himmelfahrt die ganze March nach Einsiedeln pilgert. Einige der älteren unter Ihnen werden sich vielleicht noch gut daran erinnern, wie sie früher mit der Schule, dem Verein oder der Kirche in den frühen Morgenstunden den Weg zur Gnadenkapelle angetreten haben.

Dabei wurde gesungen, Rosenkranz gebetet und eben alles getan, was katholisch ist.

Heute ist es ein wenig anders und es geht auch nicht mehr die ganze March geschlossen in Prozession nach Einsiedeln.

Aber:

In aller Frühe machte sich am Auffahrtstag, 09. Mai, eine Gruppe von 17 Pilgern auf den „beschwerlichen“ und eindrücklichen Weg von Lachen nach Einsiedeln.  Wie Sie auf dem Bild sehen können vertraten wir mit unseren Leuten das komplette Spektrum von jung bis alt.

Kompetent geführt starteten wir um 01.00 Uhr und trotzten den wenigen Wassertropfen, die uns vom Pilgern abhalten wollten.

Nach etlichem Auf und Ab, und damit ist nicht nur das Ausser-Puste-kommen gemeint, sondern die zahlreichen sanften Steigungen der Berge, konnten wir auf St. Meinrad eine schöne Pause einlegen und wurden bestens verpflegt. Ein Dank an dieser Stelle an Christoph Heuberger, der uns nicht nur mit einer wärmenden Suppe und gutem Brot empfing, sondern auch den Bedürfnissen eines Pilgers mit gut Wärmendem und Hochgeistigem gedachte.

Sehr schön fand ich die Ausblicke auf die schlafende Welt und das Lichtermeer, das einem von den Tälern herauf anfunkelte, sehr eindrücklich die „gute Landluft“ die mir als Stadtkind doch so manche Träne entlockte und sehr herausfordernd das stetige Nach-oben-Streben der Wege! (Aber wie ich mir sagen lies, formt sowas nicht nur den Charakter, sondern auch den Körper und ersetzt jedes Fitnessstudio.)

Ein Erlebnis war sicherlich der Panoramablick auf Einsiedeln und den Sihlsee beim Galgenkappeli vor Einsiedeln, bei welcher langsam, aber sicher der Tag anbrach und nicht nur die Welt, sondern auch unser Gemüt erhellt wurde. Nach einem kurzen Impuls ging es weiter zur heiligen Messe in die Gnadenkappelle. Trotz Müdigkeit und Frieren (in Einsiedeln ist es ja bekanntlich immer einen „Tschope“ kälter) wohnten wir einer schlichten und schönen Messe bei.

Den geselligen Abschluss fand unsere Pilgerreise im Restaurant Tulipan mit einem gemütlichen und reichlichen Frückstück.

Danken möchte ich allen, die an der Vorbereitung beteiligt waren, ein besonderer Dank an Donat Schwyter und René Bünter, die unsere Wanderung organisiert und geführt haben und darauf Acht gaben, dass wir alle ankommen und schliesslich ein Dank an die Kirchgemeinde, ohne deren Sponsoring wir am Ende sicherlich verhungert wären.

Christopher Zintel, Pastoralassistent