Bischof Camillo Ballin aus ArabienLachen erwartet am Mittwoch, 6. März 2013, einen spannenden Gast: Bischof Camillo Ballin. Er ist Vorsitzender des Apostolischen Vikariats des nördlichen Arabiens, das die Länder Kuwait, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien umfasst. 

Der Bischof betreut vor allem Christen, die in diesen Staaten als Gastarbeiter tätig sind. In der Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes im Ried in Lachen wird er am Mittwoch, 6. März, während der Hl. Messe um 10.00 Uhr berichten, wie Christen auf der arabischen Halbinsel ihren Glauben ausüben.

Die Christen der arabischen Halbinsel kommen vorwiegend aus den Philippinen, Indien und arabischsprachigen Ländern. Vie­le von ihnen sind einfache Arbeiter mit kleinem Einkommen, die nur am Rande von den Petrodollars profitieren. Wegen des wirtschaftlichen Booms der letzten Jahre hat die Zahl der Einwohner und auch der Christen in diesen Ländern stark zugenommen. In Katar und Kuwait und Bahrain leben rund 450 000 Katholiken und in Saudi-Arabien gegen 1.5 Millionen.

 Die Religionsfreiheit ist aber in den Ländern der arabischen Halbinsel eingeschränkt. Gottesdienste dürfen nur in den vom Staat bewilligten Stätten abgehalten werden, und Glaubensbezeugungen ausserhalb sind nicht erlaubt. In Kuwait gibt es vier, in Bahrain zwei Kirchen, in Katar existiert seit 2008 eine Kirche in Doha. In Manama, der Hauptstadt des Königreichs Bahrain, wird eine katholische Kathedrale entstehen. Nur in Saudi-Arabien gibt es überhaupt keine Kirchen.

Die Polizei ist jeweils vor den Kirchen präsent, um die Christen vor islamischen Fundamentalisten zu schützen. Die meisten Gotteshäuser wurden vor 50 Jahren erstellt und bieten den vielen Gläubigen zu wenig Platz. Konversionen von Muslimen zum Christentum gibt es nicht, da dies das Gesetz nicht erlaubt.