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Wozu soll eigentlich die Eucharistiefeier gut sein? Beten kann man ja auch in der Natur oder zu Hause!

Wie immer hilft uns ein Blick in die Heilige Schrift weiter. Paulus schreibt im ersten Brief an die Korinther (11,18): «Wenn ihr als Kirche zusammenkommt…» Für ihn wie für die ganze frühe Christenheit beziehen sich diese Worte nicht auf ein Gotteshaus, sondern auf die Art und die Absicht der Zusammenkunft. Das Wort «Kirche» (griech. Ekklesia) bedeutet auf Deutsch «Versammlung», und als Kirche zusammenzukommen bedeutete für die frühen Christen, eine Versammlung zu bilden mit der Absicht, Kirche sichtbar zu machen und zu verwirklichen.

Die Christen kamen von Anfang an als Kirche zusammen, um das Mahl des Herrn zu feiern, um das eucharistische Brot zu brechen. Versammlung, Eucharistie und Kirche. Diese drei Grössen gehören von Anfang an zusammen. Sie bilden eine Einheit. Im Verlauf der Jahrhunderte fiel diese Einheit auseinander. Bis heute ist dies spürbar. Bei uns denken wohl viele Menschen beim Wort Kirche zuerst an ein Kirchengebäude oder an die Organisation Kirche. Dass Kirche aber wesentlich mit Versammlung und mit Eucharistie zusammenhängt, ist weniger präsent.

Die Theologie ist an dieser Situation nicht unschuldig. Im Verlaufe der Jahrhunderte bestimmte und verstand sie die Eucharistie als eines der Sakramente. Dabei ging leider fast vergessen, dass die Eucharistie das «Sakrament der Versammlung» ist. In der Eucharistie können wir die Urform der Kirche sehen und fühlen. Mit der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist dieser Aspekt wieder vermehrt in den Vordergrund gerückt. Aber von einer Einheit von Versammlung, Eucharistie und Kirche sind wir noch weit entfernt. Wir kommen als Kirche zusammen, um Jesus Christus zu begegnen. Das geht natürlich nicht ohne Gebet. Und damit sind wir wieder am Anfang. Warum zum Beten in einen Gottesdienst gehen? Es gibt ja viele Orte, wo wir beten können! Wenn wir auf Jesus hören – zuerst und vor allem das stille Kämmerlein.

Aber im stillen Kämmerlein können wir beten solange wir wollen, es wird keine Gemeinschaft entstehen. Es wird keine Gemeinschaft derer entstehen, die an Jesus glauben. Kurz und bündig: es wird keine Kirche entstehen. Diese entsteht dann, wenn sich Christen versammeln, besonders dann, wenn sie sich versammeln, um das Brot zu brechen. Genau das also, was die Christen seit jeher taten und was sie ausmachte – und woran sie erkannt wurden. Eben nicht als vereinzelt irgendwo Betende, sondern als jene, die sich am Sonntag versammelten, um das eucharistische Brot zu brechen. Dass das Gebet zu Hause oder in der Natur ganz selbstverständlich dazugehört, war natürlich auch den ersten Christen klar.

Am Donnerstag, 6. Februar 2014, findet der dritte der insgesamt sechs Glaubensabende statt (Beginn: 19.30).

Die weiteren Daten: jeweils donnerstags, von 19.30 bis 21.30 Uhr, im Pfarreiheim Gerbi, Kirchweg 1, Lachen.

5. Kursabend, 13. Februar 2014: Da gingen ihnen die Augen auf. Kommunion als Liebesgemeinschaft
6. Kursabend, 20. Februar 2014: Von Gottes Liebe bewegt. Sendung und Segen

Kath. Pfarramt Heilig Kreuz
Pfarreisekretariat
Kirchweg 1
8853 Lachen

Tel. 055 451 04 70
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Öffnungszeiten:
Mo: 08.00-11.30, 13.30-17.00
Di - Do: 08.00-11.30
Fr: 09.30-11.30